Bork.Dohmen.Ernst.Küpper
Die Neuen in der AG Leverkusener Künstler
Zur Ausstellungseröffnung sowie zur Midissage und Finissage laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.
Vernissage: Sonntag, 31.08.2025 um 11:30 Uhr
Begrüßung und Einführung – ELOBA Ellen Loh-Bachmann, AG-Vorsitzende
Die Eröffnungsveranstaltung endet um 15.30 Uhr.
Midissage: Sonntag, 07.09.2025 um 16 Uhr
Gitarrenkonzert – Norbert Küpper spielt Kompositionen von Mauro Giuliani.
Finissage: Sonntag, 14.09.2025, um 16 Uhr
Interview – Michael Bork im Dialog mit einer KI zum Thema Kunst
Galerie Künstlerbunker | Karlstr. 9 | 51379 Leverkusen (Opladen)
Öffnungszeiten bis einschließlich 14. September 2025
Mi+Fr+So von 16-18 Uhr
Eine Ausstellung der AG Leverkusener Künstler e.V.
ELOBA Ellen Loh-Bachmann | Rede zur Ausstellungseröffnung
„Bork.Dohmen.Ernst.Küpper – die Neuen in der AG Leverkusener Künstler“ | 31.08.2025
Meine Damen und Herren,
die Sommerpause ist vorbei – und die Arbeitsgemeinschaft Leverkusener Künstler meldet sich zurück.
Ich heiße Sie herzlich willkommen zur Eröffnung der Ausstellung „Bork.Dohmen.Ernst.Küpper – die Neuen in der AG Leverkusener Künstler“.
Eine Künstlerin und drei Künstler, die schon seit einiger Zeit Teil unserer Gemeinschaft sind, zeigen nun erstmals in größerem Umfang ihre Werke. Ihre Namen sind Programm, Titel.
Es ist uns ein Anliegen, den neuen Mitgliedern eine eigene Ausstellung zu widmen – damit sie sich Ihnen mit einer breiteren Auswahl ihrer Arbeiten vorstellen können.
Ich beginne alphabetisch:
Michael Bork
Er ist Fotokünstler. Ursprünglich, hauptberuflich Fotojournalist, hat er sich während der Corona-Zeit intensiv der künstlerischen Fotografie zugewandt, ganz auf die Kunst eingelassen.
Seine Arbeiten bewegen sich an der Grenze zwischen Realität und Abstraktion. Mit präziser Komposition und ungewöhnlicher Lichtführung schafft er Werke, die den Blick fesseln und zum Innehalten, zum Verweilen einladen.
Wichtig ist ihm dabei die Authentizität: Jedes Werk basiert ausschließlich auf seinen eigenen Fotografien – ohne KI, ohne fremde Quellen. Schon beim Fotografieren entwickelt er Szenarien, die er später in der Bearbeitung vollendet. So entstehen eigenständige Bildwelten, jedes Werk getragen von einem individuellen inneren Konzept.
Ein Beispiel: In „The Scream – der Schrei“ erleben wir, wie ein Baum zu schreien scheint, wie er zum Ausdrucksträger existenzieller Fragen wird: Umwelt, Wassermangel, Klimaveränderung. Oder ganz anders: Erinnerung an Edward Munch oder auch ganz persönliche Assoziationen. Und wer mehrmals hinsieht, findet vielleicht auch eine Verbindung zu Gustave Courbets „Ursprung der Welt“.
Michael Bork entdeckt nicht nur Motive – er erschafft visuelle Fantasien.
Theresa Dohmen
Sie ist die Jüngste in der Runde, ihres Zeichen Malerin und Zeichnerin. Als staatlich anerkannte Erzieherin und diplomierte bildende Künstlerin arbeitet sie heute freischaffend und leitet zusätzlich Kunst- und Kreativkurse an Schulen.
Ihr Spektrum reicht von charakterstarken Porträts über Naturbilder bis hin zu detailreichen Tierdarstellungen, immer mit starker Emotionalität, oft sichtbar in den Augen ihrer Protagonisten.
Auch alltägliche Tiere wie Taube und Ratte finden den Weg in ihre Bilder – als Sinnbild urbanen Lebens und als Hinweis auf Herausforderungen unserer Zeit.
Ihre farbintensiven Kompositionen wie „Garden of Love“ entfalten eine atmosphärische Dichte, in der Naturformen und Strukturen zu einer magischen Naturwelt verschmelzen.
Mit dem Werk „Zwischen Alltag und Applaus“ – einem Porträt aus der Serie besonderer Persönlichkeiten – schuf sie ein Schlüsselwerk, das Anlass ihrer Aufnahme in die AG war.
Thomas Ernst
Nach einer langen Karriere als Grafik- und Webdesigner entschied er sich bewusst für die Rückkehr ins Analoge, ins haptische, handwerkliche Arbeiten der freischaffenden Kunst. Seine Arbeitsbereiche umfassen Malerei, Zeichnung, Papierskulptur.
Die Arbeiten sind zugleich persönliche Erzählungen wie philosophische Reflexionen, geprägt von Themen wie Verlust, Erinnerung und Lebenswegen, wie Heimat und Sehnsucht, die er in einer Bildsprache des „metaphysischen Realismus“ verdichtet – wie etwa in Erinnerungen an seinen Bruder oder in den vielen seiner Werke, aus denen seine große Liebe, Sehnsucht, zu Italien, insbesondere zu Venedig, spricht.
Eindrucksvoll auch die papier-skulpturalen Arrangements. Sie thematisieren mit Tiefe und Spannung – u.a. ! – seine Kindheit im Elternhaus, dem heutigen Kolonie-Museum in Wiesdorf, das Kölner Dufthaus oder – Italien natürlich – eine venezianische Fassade.
Sein Œuvre überzeugt durch eine spannende Vielfalt, die von stilistischer Abwechslung bis hin zu thematischer Tiefe reicht.
Alle vier Künstler*in arbeiten sehr unterschiedlich, deshalb auch der Titel der Ausstellung zusammengesetzt aus den vier Namen. Zwischen den beiden Künstlern Ernst und Küpper besteht jedoch eine „seelische“ Verbindung: die Liebe zu Italien.
Norbert Küpper,
der auch Italienisch spricht, ist Maler, Kunsthistoriker und Gitarrist. Er studierte u. a. an der Kunstakademie Düsseldorf und verbrachte als Preisträger der Villa Romana-Stiftung zehn prägende Monate in Florenz – eine Zeit, die zusammen mit jährlichen mehrmonatigen Aufenthalten in Italien seine Kunst nachhaltig beeinflusst.
Seine Malerei entsteht in einem prozesshaften Überlagern und Übermalen: Schicht um Schicht verweben sich alte und neue Elemente. Mythologische Themen finden immer wieder Eingang, so auch in dieser Ausstellung – besonders zu nennen, der vierteilige Zyklus „Europa in alto mare“.
Die Arbeiten sind energetische Kraftfelder: frei zueinanderfindende Formen, durch-, über- und unterzogen von lasierenden Farb- und Pinselspuren, ergänzt mit verschiedenen Materialien und Techniken wie etwa Spitze, Holzdruck, Monotypie und Sgraffiti. All das erinnert auch an die musikalischen Rhythmen des Gitarristen und das Wissen des Kunsthistorikers.
Neben den Gemälden zeigt er keramische Arbeiten, die ebenfalls Mythos, Rhythmus und Material verbinden – etwa die Figur des Narziss, der sich in einer Wasseroberfläche spiegelt, sich verliebt anschaut, in der Wasseroberfläche, die aus zerschmolzenen Glasmurmeln im Brennofen entstanden ist.
Die Ausstellung, meine Damen und Herren, ist zwei Wochen lang hier in der Galerie Künstlerbunker zu sehen. Begleitend laden wir Sie herzlich zu zwei weiteren Programmpunkten ein:
Norbert Küpper gibt ein Gitarrenkonzert und
Michael Bork führt ein Gespräch über seine Arbeit im Rahmen eines „KI-Interviews“.
Die Termine finden Sie auf unserem Einladungsflyer.
Mein besonderer Dank geht an die Stadt Leverkusen und an „Lust auf Leverkusen“ für die verlässliche Unterstützung – auch in herausfordernden Zeiten.
Ich wünsche Ihnen nun eine inspirierende Begegnung mit den Arbeiten von Michael Bork, Theresa Dohmen, Thomas Ernst und Norbert Küpper. Trinken Sie ein Gläschen mit uns und fragen Sie den Künstlern ein Loch in den Bauch….sie werden staunen, was sie alles zu erzählen haben.
Es ist mir eine Freude, diese Ausstellung mit Ihnen zu eröffnen.
Und – Es war mir eine Ehre!
